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18.03.2018: Dritte Mannschaft schafft den Aufstieg in die 2. Bezirksliga // Erste Mannschaft rettet ein glückliches 4:4

Die Vonkelnererste Mannschaft startete ihre Reise bei leichtem Schneefall ins schöne Viersen bei Mönchengladbach, wo der Mannschaftskampf gegen unsere Gastgeber in einem Spiellokal stattfand, bei dem man wohl selbst als Vonkelner anerkennen muss, dass Turnierareal, möglicher Grillplatz und Außenspielfläche fürs Jugendtraining besser sind als zu Hause!

Besser gespielt haben auch die abstiegsgefährdeten Viersener gegen unsere im Niemandsland der Tabelle dümpelnde erste Mannschaft. Als Patrick nach einer Dreiviertelstunde verspätet hinzu kam (und zum Glück die dicke Schneedecke auf Deutschlands Straßen im Südwesten der Bundesrepublik überstanden hatte), standen wir zwar an den Brettern 2-4 noch gut, aber dann wurde eine der schlechtesten Leistungen dieser Saison gezeigt.

Felix begann den Negativreigen, indem er in den Faden verlor ihn nicht wieder aufnahm und seinem Gegner nach 2,5 Stunden die Hand reichen musste. Auch Lisa ein Brett daneben sah da stellungsmäßig gar nicht mehr so gut aus und Wolfgang war einem heftigem Angriff ausgesetzt. 

Oli war der Einzige der eine schöne Stellung vorweisen konnte und konnte den Anschlusstreffer zum 1-2 erzielen; Wolfgang war einem heftigem Angriff ausgesetzt und musste sich direkt nach der Zeitnotphase zum verdienten 1:3 ergeben.

Georg hatte sich lange gut gegen das Wolgagambit seines Gegners wehren können und stand zwischendurch auch sehr vorteilhaft; nach ein paar Fehlgriffen in der Zeitnotphase war die Stellung aber auch eher auf Verlust.

Ulrich hatte als einzig Verbliebener eine gute Stellung, bei der man auf einen halben Punkt oder mehr hoffen konnte. Patrick hatte am Spitzenbrett nun zwar seinen Zeitnachteil wieder hereingeholt, aber in Zeitnot zauberte der Gegner hochtaktische Chancen beim Königsangriff hervor. Nach der Zeitkontrolle sicherte dieser dann den halben Punkt zum 3,5 -1,5 der Viersener durch Dauerschach herbei (ich vermute, es war sogar mehr für den Viersener drin), aber jeder von beiden Mannschaften war sich in diesem Moment sicher, dass das der Sieg der Heimmannschaft war.

In Gefühl des sicheren Verlustes fuhr Patrick dann wieder auf die Autobahn ("Ich wette, das geht 1,5:6,5 aus!"), um dort Kilometer 400-500 an diesem Tag zu verbringen und schaute zwei Stunden später entgeistert auf sein Handy und den Endstand des Mannschaftskampfes: 4-4 - ein großes "Was" mit gefühlten dreitausend überraschten Fragezeichen kam dann als Antwort unseres Spitzenbrettes in die Whatsapp-Gruppe der ersten Mannschaft, denn was war passiert?

Es hatte etwas von einem Wunder, auf einmal konnte Markus seine Stellung verbessen und auch Uli hat sein Endspiel in seine Richtung drehen können.

Zunächst fand der Gegner von Ulrich Perschke nicht die beste Verteidigung und umgedreht fand Ulrich die seinerseits beste Fortsetzung und markierte stark den zweiten Vonkelner Sieg. Dann konnte Markus das gegnerische Bauernopfer mit zwei eigenen Gegen-Bauernopfern zwar nicht zwingend kontern, aber bekam wieder Spielmöglichkeiten und die Partie kippte nach und nach bis zu einem gewonnenen Endspiel, und es kam um 15.30 Uhr eine sehr nette und faire Aufgabe (wie überhaupt der ganze Kampf unglaublich angenehm und nett verlief !) und es stand auf einmal 3,5 - 3,5 und Georg spielte noch.

Georgs Gegner hatte die ganze Zeit der knapp sechs Stunden dank Wolga-Gambit die Initiative, Georg sich aber gut verteidigt und in der Zeitnot-Schlussphase waren beide in einem Dame-Springer-Endspiel angekommen mit 3-1 Bauern für den Viersener. Aber, aber... Unter den Augen aller noch dagebliebenen 15 staunenden Spieler und einiger Kiebitze drohte Georg, seinen Springer für die letzten Bauern zu geben oder drohte Dauerschach, sodass der Gegner seinerseits Georgs König durch die Gegend jagte. Um 15.55 dann der Schrecken fast aller beteiligten Zuschauer (außer den Spielern hatten es wohl alle gesehen), denn ein einzügiges Matt mit einem weißen König auf d4 wäre möglich gewesen, doch es folgte das nächste Schach, ein Bauerngewinn durch Georg, Damentausch und die theoretische Remisschlussstellung, die beide auch nicht mehr ausspielten, sondern fair remisierten.

So unverdient wie heute war noch nie ein Vonkelner Mannschaftspunkt gewesen, da waren sich alle sicher. Ganz großes Kino, obwohl es ja für uns um nichts mehr ging. Und unseren Gegner noch einmal vielen Dank für eine sehr tollten Kampf in sehr angenehmer Atmosphäre. Viel Glück bei Kampf um den Klassenerhalt!