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01.07.2017 Bericht vom 26. Vonkeln-Dreikampf

In der Vorgruppe A war Holland als Titelverteidiger gesetzt.
Dazu wurden Steinsfurt, Düsseldorf und die ESG gelost.
Holland gewann alle Gruppenspiele.
Die ESG konnte sich erst im letzten Gruppenspiel in der letzten Disziplin (Picken) mit ihrem letzten Werfer im direkten Duell gegen Steinsfurt zum Halbfinale qualifizieren.
Das letzte Werferpaar machte aus einem 1:0 für Steinsfurt ein 2:2 im Picken. Somit endete der Wettkampf 5,5:4,5 für die ESG, die sich damit einen Vorsprung von 1,5 Punkten gegenüber Steinsfurt erarbeiten konnte.
Vierter wurde Düsseldorf. Das Team aus der Landeshauptstadt konnte im Schach ein paar Punkte erzielen, nur gegen Holland konnte ein Picken gewonnen werden.
In der Gruppe B war Vonkeln als Vorjahresfinalist gesetzt.
Dazu wurden Wermelskirchen, BSW und Welper gelost.
Auch Vonkeln konnte souverän alle Gruppenspiele gewinnen.
Wermelskirchen hat in der letzten Runde im "Fernduell" die Qualifikation zum Halbfinale geschafft. Auch hier waren es 1,5 Punkte Vorsprung gegenüber den BSW.
Die Schachfreunde Welper, eigentlich hervorragende Schachspieler, verloren leider alle Spiele. So konnte Wermelskirchen sich zum ersten Mal überhaupt über den Einzug ins Halbfinale freuen.
Die Halbfinale lauteten somit:
Holland - Wermelskirchen
Diese Paarung war sehr früh entschieden, da Holland beide Schachwettkämpfe und das Schiessen deutlich gewannen.
Das abschließende Picken war bedeutlungslos und endete 1:1
Vonkeln - ESG
Vonkeln hatte als Gruppensieger kleine Vorteile. Sie hatten im 2. Schach 3*weiß und durften im Schießen nachlegen.
Aus den beiden Schachbegegnungen (4:1 und 2,5:2,5) konnte ESG drei Punkte ziehen, und Vonkeln hatte einen.
Das dazwischenliegende Picken gewann Vonkeln deutlich mit 8:0.
Somit stand es 4:3 für Vonkeln vor dem entscheidenden Schießen.
Hier konnte die ESG mit ihrem besten Schießergebnis triumphieren und ins Finale einziehen.
Im Spiel um Platz 5 traten die beiden unglücklichen Gruppen-Dritten gegeneinander an.
BSW "erlegte" die Kraichgauer bereits im Schießen. Das BSW gewann mit 75:74 Ringen. Auch im Schach hatte Sinsheim das Nachsehen.
Die 3. Disziplin (Picken) ging hingegen deutlich an Sinsheim. Scheinbar fruchten schon die Pläne des Vorsitzenden von Steinsfurt (H. J. Müller), eine eigene Pickbahn zu bauen.
BSW: Steinsfurt 7:3
Das Spiel um Platz 7 war wieder sehr deutlich und endete 10:0 für Düsseldorf.

In der Finalrunde gibt es einen etwas anderen Modus, wodurch Schach nicht mehr priorisiert ist, sondern alle drei Disziplinen gleichberechtigt sind. Die leichte Bevorzugung der Schachwettkämpfe wurde notwendig, damit wir Platz für acht Mannschaften schaffen konnten. Da an der Finalrunde nur noch vier Mannschaften teilnehmen, ist das nicht mehr notwendig.
Im Spiel um Platz 3 standen sich erneut Vonkeln und Wermelskirchen gegenüber.
Vonkeln konnte in der Vorrunde mit 9:1 gewinnen. U.a. erreichten die Gastgeber im Picken 12 Pinne.
Der Schachwettkampf ging erwartungsgemäß an Vonkeln. Etwas überraschend war mit 5:0 die Deutlichkeit.
Im Schießen legten die Gastgeber schwache 70 Ringe vor, die Wermelskirchen mit 77 Ringen beantwortete.
Also musste das abschließende Picken entscheiden...
Hier stand es nach 4 Werferpaaren 2:0 für WK. Dann traf der letzte Werfer von Wermelskirchen zum 3. Pin und zum 3:0
Der letzte Vonkelner Werfer musste nun drei der fünf Pinne der hinteren Kante treffen um wenigstens ein Stechen zu erreichen. Nach vier Würfen hatte er zwei getroffen und im letzten schaffte er noch den dritten. 3:3 und Stechen!
Das Stechen wurde im Picken ausgetragen.
Hier konnte kein Team mit den ersten drei Werfern auch nur irgendwas treffen. Erst der 4. Werfer von Wermelskirchen traf, während Vonkeln leer ausging.
Damit war Wermelskirchen zum ersten Mal in den Preisen, während die Gastgeber zum ersten Mal überhaupt leer ausgingen.
Im Finale wiederholte sich die Erstrundenbegegnung der Vorgruppe:
Holland-ESG
Im Königlichen Spiel konnten sich die Bürger des Königreichs der Niederlande durchsetzen.
Im Schießen lieferte Holland seine mit Abstand schlechteste Leistung ab, während die ESG mit 84 Ringen ihren Tagesrekord aus dem Halbfinale wiederholte und zum 2:2 ausglich.
Also musste das abschließende Picken entscheiden.
Die Spielpläne sind so ausgelegt, dass das Picken im Finale absichtlich der einzige noch laufende Wettkampf ist, und somit auch viele "neutrale" Zuschauer hat. Holland legte im Picken drei Pinne vor, während die ESG nach vier ihrer Werfer einen Pin hatte.
Der letzte Werfer traf auch noch einen Pin zumm 2:3, dabei blieb es dann auch.
4:2 für Holland. Somit konnte Holland den Titel zum 3. Mal in Folge und zum 7. Mal überhaupt gewinnen.
Oranje boven!
Rekordsieger bleibt Vonkeln mit 11 Titeln vor Holland und ESG (5 Titel).
Vonkeln erzielte mit 93 Ringen (von 96 möglichen) und 12 Pinnen die beiden Tagesrekorde.
Endstand:
1. Holland
2. ESG
3. Wermelskirchen
4. Vonkeln
5. BSW
6. Steinsfurt
7. Düsseldorf
8. Welper

 

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24.06.2017 Vierter Platz beim U1000-Turnier in Solingen

In dem über sieben Runden an drei Terminen ausgetragenen U1000-Turnier konnte unser Nachwuchs den geteilten vierten Platz erringen. Dabei haben in den sieben Runden ganze zwölf unserer Nachwuchsspieler einen oder mehrere Einsätze gehabt, darunter waren sechs Kids, für die das überhaupt die ersten Turnierpartien waren.

U1000-Mannschaft

 

Die Einzelergebnisse stehen auf den Seiten des SBBL.

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Gernot Krakat belegt den 5. Platz beim ACO World Amateur Chess Championship - ein Erlebnisbericht

Zum 6. Mal wurde in diesem Jahr die Amateur Schach Weltmeisterschaft durchgeführt.

Begann man 2011 mit 82 Teilnehmer in Dubai, wollten diesmal 314 Teilnehmer im Hellona Resort auf der Insel Kos in Griechenland Weltmeister werden. Die Spieler werden nach ihrer DWZ bzw. ELO Wertungszahl in Gruppen eingeteilt. Das bedeutet, dass man nur auf Spieler mit ähnlicher Spielstärke trifft. Also jeder kann jeden schlagen. Die Spiele gehen daher fast immer bis zum Mattsetzen, also auch Endspielwissen kann hilfreich sein.

Die Hotelanlage ist super. Es gibt Zimmer mit Meerblick, sogar einen eigenen Pool kann man buchen. Also Tür zur Terrasse auf und ab in den Pool. Extra für dieses Turnier bietet die Hotelleitung ein zusätzliches Mittagessen an. Das Essen war wirklich 5 Sterne wert. Kein Wunsch blieb unerfüllt. Mediterranes Frühstück, Obst und Gemüse, Käse, Spiegeleier, verschiedene Eierspeisen, Speck, Bohnen, gegrilltes Gemüse und auch das Wurstbrot fehlte nicht. Mittag und Abendessen gab es in Form eines Buffet, an alle war auch hier gedacht. Veganer, Salat-, Fleisch-, Fisch- und Gemüsefans konnten hier satt werden. Von der Dessertauswahl ganz zu schweigen. Also für die Begleitpersonen auch mal angenehm sich nicht ums Essen kümmern zu müssen. Nichtalkoholische Getränke waren kostenlos, Bier, Wein und einfache Mixgetränke kosteten jeweils 2,- €.

 

Neben dem Turnier gab es 2 Einzelblitz-Turniere, ein Zweierblitz-Turnier, an zwei Nachmittagen gab es ein Schachtraining mit GM Skembris. Der Großmeister stand auch täglich für Analysen der gespielten Partien zur Verfügung, jeder konnte sich Rat holen, warum man wieder verloren hatte. Geduldig analysierte er Anfängerpartien genauso wie Partien der obersten Klasse.

In meiner Gruppe waren 25 Spielerinnen und Spieler am Start.

In der ersten Runde hatte ich Christine Terrier aus Frankreich als Gegnerin Mit Weiß stellte ich schnell eine Figur ein, Ungenauigkeiten auf der anderen Seite ließen mich wieder ins Spiel kommen, so dass am Ende ein Sieg heraus sprang.

Runde 2 ging an Alois Rochart aus der Schweiz, nach dem ich wieder eine Figur eingestellt hatte. Mein Trainer schrieb mir dann, dass das zu unterlassen sei.

Aus dem Nachbarland Österreich kam Maximilian Auer, den ich ohne eine Figur einzustellen nach 60 Zügen bezwingen konnte.

Die hübscheste Gegnerin des Turniers hatte ich dann in Runde 4, Marie Jose Yarur aus Chile. Ein Sieg mit den schwarzen Stein, ich lass mich doch durch Schönheit nicht beeinflussen.

Langsam wurde mir meine Siegesserie unheimlich, in Runde 5 konnte ich auch noch Andrea Huber aus der Schweiz besiegen. Danach hatte ich erstmal eine Auszeit genommen. Doppelrunden schlauchen doch sehr, wenn man lange keine Turnierpraxis hat.

In Runde 7 hatte ich Bernhard Peter aus dem Schwarzwald als Gegner, den ich nach 58 Zügen besiegen konnte.

Das bedeutete Brett 1 in der 8 Runde mit Schwarz gegen Hans-Joachim Plitzner, ein Spieler ohne DWZ, der in dem Blitzturnier Platz 23 von 113 Teilnehmern belegte. Jammern hilft nicht, schlecht gespielt und verloren. Er wurde dann auch ungeschlagen Meister.

In der letzten Runde wieder Schwarz gegen Rebecca Doll aus Karlsruhe. Teilnehmerin an der U-12 Deutschen Meisterschaft mit aktuell >1500 DWZ und mit der ganzen Familie angereist. Ich hatte schon keine Lust mehr, nachdem Sie alle 4 Züge zum Vater ging und sich wohl zusätzlich Rat holte. Somit blieb am Ende der 5. Platz, mit dem ich doch sehr zufrieden bin.

 

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..absolvierte unser Nachwuchs am Samstag, 10. Juni im Schachzentrum Solingen. Danke an den Ausrichter!

Also fünf Mannschaftswettkämpfe im SJBL-U-1000-Turnier und ein Duell in der Bezirksjugendmannschaftsmeisterschaft.

Diese Logistik war notwendig geworden, weil unsere Kids bereits an anderen Turniertagen im Paralleleinsatz gewesen waren, und führte auch die anwesenden Jugendbetreuer fast an den Rande ihrer organisatorischen Fähigkeiten :-)

Zunächst wurden am Samstag Vormittag die beiden Spiele nachgeholt, bei denen wir wegen des Schulschachturniers in Hattingen im Mai hatten verlegen müssen. Dabei gewannen die Vonkelner mit acht Schachkids parallel auf der einen Seite 3-1 gegen Velbert, aber verloren auf der anderen Seite auch 1-3 gegen Solingen.

Um 13.00 Uhr stand dann die reguläre Runde gegen den Remscheider Nachwuchs an, der zwar leider auch mit 1-3 verloren ging,

aber parallel begann der Mannschaftskampf in der Bezirksjugendliga gegen Mettmann erfolgversprechend mit einer (nach der im Jugendbereich angewandten Dreipunkteregel) 6-2 (2-0) Führung durch Siege von Ferdinand und Immanuel an den Brettern 3+4, bei gleichzeitigem guten Gegenhalten von David und Kennedy an den Brettern 1+2 gegen ihre favorisierten Gegner.

Da diese Partien noch lange dauern sollten, wechselte die Blickrichtung wieder zum U-1000-Turnier.

Dort holten unsere Jungs ein hervorragendes 2-2 gegen den Turnierfavoriten aus Radevormwald, um kurz darauf noch ein klares 3-0 gegen die U-1000-Mannschaft der Schachfreunde aus Mettmann nachzulegen.

Währenddessen hatte Kennedy im Bezirksjugendligakampf gegen Mettmann mit einem sicher heraus gespielten Remis den absolut unerwarteten und überraschenden Mannschaftssieg sicher gestellt. David wehrte sich noch lange, musste aber am Schluss die Überlegenheit seines Gegners einsehen. Dennoch eine sehr gute Leistung, und sein Zeitverbrauch in dieser seiner einzigen Partie war höher als der manch eines U-1000-Spielers in allen Runden zusammen :-)

Und nun noch einmal in Kürze:

SJBL-U-1000-Turnier:

Vonkeln – Solingen 1-3

Vonkeln – Velbert 3-1

Vonkeln – Remscheid 3-1

Vonkeln – Radevormwald 2-2

Vonkeln – Mettmann 3-0

Dabei zeigten neben den bereits oben erwähnten Spielern sowohl die mittlerweile quasi „erfahrenen“ Alejandro und Moses, als auch die bisher noch ohne Mannschaftseinsatz gewesenen Annika, Johann und Noah hervorragende Leistungen!

Bezirksjugendmannschaftsmeisterschaft = Qualifikation zur Verbandsjugendliga:

Vonkeln – Mettmann 9-7 (2,5-1,5)

Einzelergebnisse auf der Seite der Schachjugend Bergisch Land. In zwei Wochen geht es weiter,

im U-1000-Turnier am Samstag, 24. Juni und in der Bezirksjugendliga am Sonntag, 25. Juni.

PS: Am Freitagabend wurde Markus Boos einmal wieder Vizestadtmeister hinter Reiner Odendahl, und Thomas Bratz holte nach einem hervorragenden Turnier den Ratingpreis in der obersten Gruppe. Berichte und Ergebnisse auf der ESG-Homepage.

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14.05.2017 Erste Mannschaft besiegt Meiderich/Ruhrort nach langem Kampf

Mit einigen Aufstiegschancen reiste unsere erste Mannschaft zum letzten Mannschaftskampf der aktuellen Saison - mit etwas Schützenhilfe der erstplatzierten Schachfreunde aus Hilden war eine Saison 2017/18 in der Regionalliga durchaus möglich.

Trotz der Bedeutung des Kampfes begann alles sehr friedlich - sowohl Uli an Brett 2 als auch Felix (5) und Lisa (7) einigten sich sehr schnell mit ihren Gegnern auf remis. Georg an Brett 6 spielte verglichen mit den letzten Partien sehr solide und hatte aufgrund eines nicht sehr überzeugend vorgetragenen Angriffes seines Gegners sehr rasch entscheidende Vorteil. Statt ihn aber in einen sieg umzumünzen griff er drei Mal in Folge grob daneben - beim ersten Mal vergab er den entscheidenden Vorteil, beim zweiten Mal den gesamten Vorteil und der dritte Fehlgriff führte zum einzügigen Matt (...)

Glücklicherweise konnte Falk an Brett 4 seinen Gegner am Damenflügel souverän überspielen, so dass beim zwischenzeitlichen 2,5:2,5 bei guten Stellungen ein Sieg wieder in Reichweite war. Nach überstandener Zeitnotphase gab auch Thomas an Brett 8 nach einem guten Kampf und einigen vergebenen Chancen remis.

Die letzten beiden Kämpfe wurden bis zuletzt ausgekämpft: Oli konnte an Brett 3 in ein sehr vorteilhaftes Bauernendspiel abwickeln, vertauschte aber an entscheidender Stelle die Zugreihenfolge, so dass zum Sieg ein Tempo fehlt - das remis durch Patt in einer Stellung König+Bauer gegen König war studienhaft.

Da sich die Begegnung am Spitzenbrett noch hinziehen würde, konnten Lisa und Georg ihre Neugierde nicht zähmen und schwangen sich ins Auto, um zum naheliegenden Spiellokal der Schachfreunde Brett vor'm Kopp zu fahren - ein Sieg gegen Hilden hätte bedeutet, dass ein Aufstieg möglich gewesen wäre! Leider war dieser Kampf schon beendet - 4:4, wobei laut Aussage der Schachfreunde von BVK ein Sieg gegen die Tabellenführer (und somit ein Vonkelner Aufstieg) fast schon in der Tasche gewesen war.

So führte der nach komplett sechs Stunden ausgefochtene Sieg von Patrick an Brett 1 zwar zu einem schönen 4,5:3,5-Sieg, der aber leider nur zum zweiten Platz in der Verbandsliga reichte - punktgleich und mit nur 2,5 Brettpunkten hinter Hilden. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg!

Und zum Schluss noch die Nerd-Facts: Nach dem 6. Platz 2013/14, dem 5. Platz 2014/15, dem 3. Platz 2015/16 und dem jetzigen 2. Platz in der Saison 2016/17 bleibt für die kommende Saison nur ein Ziel!