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22.05.2022 Vonkeln 1 unterliegt mit 3,5:4,5 zuhause gegen Heinsberg

Ein packender Heimkampf mit einer letztlich unglücklichen 3,5-4,5 Niederlage steht für unsere 1. Mannschaft nach dem vergangenen Wochenende zu Buche.

Dabei begann es nach einem kurzfristigen Krankheitsfall bei den Schachfreunden aus Heinsberg mit einem kampflosen Sieg an Brett 2: Uli hatte also "frei" und konnte sich fortan auf moralische Unterstützung und Analysen der abgeschlossenen Partien konzentrieren.

An den anderen Brettern passierte dann über drei Stunden - zumindest ergebnismäßig - nichts: es kristallisierten sich zwar einige für uns vorteilhafte (z.B. bei Felix und Thomas) bzw. nachteilige  (z.B. bei Fredi und Georg) Stellungen heraus, überall wurde aber sehr lange und verbissen gekämpft.

Erst nach über drei Stunden einigte sich Lisa an Brett 8 in einer ausgeglichenen und schwierig zu spielenden Stellung mit ungleichen Läufern und Mehrbauern auf remis. 

Die erste kuriose Niederlage ereignete sich an Brett 6 bei Thomas. Zwar stand er hier sehr vorteilhaft bis auf Gewinn, dies aber auf Kosten der Bedenkzeit: Schon nach etwa 15 Zügen begann hier die absolute Zeitnotphase, der dann nach und nach auch eine Stellungsnotphase folgte; und nach dem 34. Zug fiel dann auch die digitale Klappe zum zwischenzeitlichen Gleichstand.

Patrick lieferte sich an Brett 1 bis in die gegnerische Zeitnot hinein einen strategischen Kampf auf Augenhöhe um den Damenflügel, bei dem aber letztlich niemand durchdringen konnte; kurz vor dem 40. Zug kam es dann zu einer dreimaligen Stellungswiederholung und remis.

Felix profitierte an Brett 4 von einem Bauerneinsteller seines Gegners im Übergang zwischen Eröffnung und Mittelspiel - ein gefundenes Fressen für den Endspielspezialisten, der daraufhin das Material nach und nach abtauschte und in ein vorteilhaftes und letztlich gewonnenes Endspiel abwickelte; zu diesem Zeitpunkt sah es beim Stand von 3:2 sehr danach aus, als würden wir mit mindestens einem Punkt aus diesem Kampf herausgehen können.

Leider ereignete sich danach das nächste Kuriosum: Multi hatte sich an Brett 7 nach großen Eröffnungsproblemen und einem schwierigen nachteiligen Mittelspiel gerade herausgekämpft und war in einem ausgeglichenen bis leicht vorteilhaften Doppelturmendspiel angekommen - als dann im 36. Zug auch bei ihm die Klappe fiel.

Beim Stand von 3:3 und nach überstandener Zeitnotphase zeigte sich, dass der Kampf verloren war - Georg war an Brett 3 nach einer eher missratenen und für den Gegner sehr vorteilhaften Eröffnung zwar noch gut herausgekommen und am Ende schien das Endspiel Läuferpaar gegen Läufer-Springer auch leicht vorteilhaft zu sein; nach knapp fünf Stunden und sehr kompakter Stellung war aber auch eine Punkteteilung angesagt. 

Am Schluss musste sich Fredi an Brett 5 zum Endstand von 3,5:4,5 geschlagen geben; schon recht früh hatte er unglücklich (und unnötig) eine Qualität verloren, die trotz langem Kampf und starker Gegenwehr zu einer Niederlageführte.

Offenbar kennt die Schachgöttin doch so etwas ausgleichende Gerechtigkeit; bei ähnlicher Konstellation hatten wir in unserem Mannschaftskampf gegen Heinsberg in einem Herzschlag-Finish nach über sechs Stunden noch durch einen nicht durchweg verdienten Sieg noch ein 4:4 ergattern können; dieses Mal erging es uns eher andersherum.